Brücken bauen

Termine der Brückenangebote

"Mit den Brückenangeboten anworten wir auf unterschiedliche Bedarfe für Familien in besonderen sozialen Lebenslagen. Wir geben in den Fortbildungen Antworten auf kultursensible Fragen und setzten damit Impulse für die Kindertagespflege. Unsere Inhalte vermitteln wir transparent und entwickeln fortwährend neue Brückenangebote".

Team Kita-Einstieg

BrückenangebotAktuelle Termine
Kinderstube "Nido" EingewöhnungNovember 2021
Familienraum "Meetme" Waldbronn Neurodimmer Dienstags von 10:30-12:30 Uhr
Herbstferien "Aktionswoche"
Diversität in der Kindertagespflege: "Mentor*in der Viefalt" Auftaktveranstaltung07. Dezember 2021 von 19-21:30 Uhr
im K26 in Ettlingen

Kinderstube

Das Konzept "Kinderstube" orientiert sich am Dortmunder Modell.
https://www.ruhrfutur.de/fruehkindliche-bildung/kinderstuben-nach-dem-dortmunder-modell
Es ist eine erweiterte Form des Kinderbetreuungsangebotes der Großtagespflegestelle. Aus dem gesamten südlichen Landkreis Karlsruhe werden begleitend zu den Integrationskursen aktuell bis zu sieben Kinder von zwei Bezugskindertagespflegepersonen und einer Vetretungskindertagespflegeperson betreut.
In der Kinderstube werden die Familien begleitet und lernen Inhalte der frühen kindlichen Bildung kennen. Behutsam und den individuellen Bedarfen entsprechend, wird auf die Übergänge ins Bildungssystem vorbereitet. Das Team der Kindertagespflegepersonen arbeitet nach vielfaltsbewußten Standards. Es werden mehrere Sprachen gesprochen und in den Alltag eingebunden. Formalitäten, sowie Tür- und Angelgespräche werden in einfacher Sprache durchgeführt.

Was bietet die Kinderstube "Nido"?

1. Verlässliche Kinderbetreuung

während zugewanderte Mütter oder Väter am Sprachkurs vom Bildungsträger AAW teilnehmen.

2. Eltern-Aktiv-Angebote

um über das System Kindertagesbetreuung und über die Möglichkeiten der frühen Bildung in Deutschland zu informieren.

Im Eltern-Aktiv-Angebot lernen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Möglichkeiten kennen, die ihnen Bildungschancen für ihr Kinder und gesellschaftliche Teilhabe eröffnen. Die Angebote sind methodisch vielfältig gestaltet und werden individuell auf die bestehende Gruppe ausgerichtet.

Unter anderem liegen die Schwerpunkte auf folgenden Themen:

  • Individuelle Beratung der Familien zur Förderung ihres Kindes.
  • Gemeinsame Kennenlernen von Kultur- und Bildungseinrichtungen für Kleinkinder wie Elterncafés, Krabbelgruppen oder Bibliotheken.
  • Sensibilisierung und spielerische Anleitung der Familien für die Förderung der sprachliche Entwicklung ihres Kindes.
  • Begleitung der Familien bei den Übergängen in weiterführende Betreuungsformen.

Meetme

Kinder im "Meetme"

Im Quartier Neurod entstand ein Kooperationsprojekt zwischen dem Amt für Integration/Landkreis Karlsruhe, der Gemeinde Waldbronn, dem Projekt "Bärenstark" des Caritasverbandes Ettlingen e.V. und dem TEV Ettlingen.
Auf den Bedarf für ein niedrigschwelliges Angebot, dass Familien im Sozialraum Waldbronn-Neurod anspricht, wurde bereits 2018 mit einem "Spiel-Mobil" reagiert. Mit der Auftaktveranstaltung im Juni 2021 in Kooperation mit dem Projekt "Bärenstark", finden nun wöchentliche Angebote in den Räumen der Gemeinschaftsunterkunft Waldbronn-Neurod statt. In den Schulferien werden die Angebote in Kooperation mit "Bärenstark" durchgeführt.


Was bietet der Familienraum "Meetme" in Waldbronn-Neurod?

Im Familienraum "Meetme" treffen sich verschiedene
Kulturen, Religionen und Familienmodelle.
Ein Anliegen im "Meetme" ist es Offenheit und Verständ-
nis für die vielfältigen Lebensweisen zu schaffen,
um ein gutes Miteinander zu gewährleisten. Mit den Familien
wird ein gemeinsamer Weg zur Bildung, Teilhabe und
Selbstwirksamkeit entwickelt. Das Erleben von
Bildungsaspekten im Eltern-Kind-Format wird mit
Kompassprojekten gezielt gefördert.

Elternkompetenzen werden gestärkt und durch Beratungs-und Informationsangebote wird auf die Betreuung im Regelsystem vorbereitet.
Durch den Fokus auf die einfache Sprache können Familien ihre Sprachkompetenzen ausprobieren und erweitern.
Die Nähe zu unterschiedlichen Netzwerkpartnern im
Sozialraum ermöglicht den Familien eine Perspektive für Beratung-, Familienbildungs-, Sprachkurs- und
Kinderbetreuungsangebote.


Durch die Kooperation mit dem Familienzentrum Villa Federbach in Malsch konnten Familien aus dem "Meetme" an einer Familienbildungsfreizeit teilnehmen. Für viele war dies das erste Mal "Feriengefühl" in Deutschland.

Diversität in der Kindertagespflege

In der Kindertagespflege gehört kulturelle Vielfalt immer mehr zum Alltag. Zugewanderte Frauen und Männer ist die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson aus ihrem Herkunftsland nicht immer bekannt. Daher ermöglicht das Projekt diesem Personenkreis, Einblicke in die Arbeit als Kindertagespflegeperson zu geben. Dies erfolgt durch ein freiwilliges unentgeltliches Orientierungspraktikum über mehrere Wochen in einer Kindertagespflegestelle. Damit werden die Interessent*innen gut auf die Anforderungen im Qualifizierungskurs vorbereitet und können sich bewusst entscheiden. Begleitet werden die Personen eng von einer bereits erfahrenen und speziell weitergebildeten „Mentor*in der Vielfalt" am Lernort Kindertagespflege.

Was bietet die Weiterbildung zur "Mentor*in der Vielfalt"?

Die Weiterbildung zur "Mentorin der Vielfalt" umfasst 14 anerkannte Unterrichtseinheiten, sowie Praxis- und Teamreflexionen. Am 07. Dezember 2021 startet die Veranstaltung mit einer Auftaktveranstaltung. Die Weiterbildung beinhaltet Präsenz- und Onlineeinheiten. Angehende "Mentor*innen der Vielfalt" erhalten individuelle Unterstützung durch eine kultursensible Prozessbegleitung in den eigenen Kindertagespflegeräumen. Mit dieser Person erarbeiten Sie ihre eigenen Wege hin zu einer "Mentor*in der Vielfalt" und setzen so kultursensible Standards in Ihrer Kindertagespflegestelle um.
Als "Mentorin der Vielfalt" lernen Sie kultursensibel pädagogische Themen aus dem Alltag anzuleiten. So können Sie Ihre Praxiserfahrung an eine zugewanderte Praktikantin weitergeben.





Sie lernen verschiedene Erziehungsstile unterschiedlicher Kulturen kennen und können eine Brücke zum deutschen Bildungssystem bauen. Aufgaben, Regeln und Rituale des Betreuungsalltags werden von Ihnen transparent vermittelt und erklärt. In einer wöchentlichen Reflexionseinheit werden fachliche Themen mit der Praktikant*in kultursensibel nähergebracht.
Sie geben den Praktikant*innen erste Eindrücke für die Tätigkeit als Kindertagespflegeperson. Auf diese Weise erhält die Praktikant*in eine realistische Eigeneinschätzung und kann mit konkreten Vorstellungen des Berufs der Kindertagespflege einen möglichen Qualifizierungskurs zur Kindertagespflegeperson beginnen.